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Naturschönheit trifft modernes Stadtleben

Taiwans spannende Kultur

Von Ureinwohnerstämmen und chinesische Kunst von unschätzbarem Wert bis hin zu Tempelfesten und Bubble Tea: Der große Reiz Taiwans liegt in der faszinierenden Mischung aus traditioneller und moderner Kultur.

Dialog mit den Göttern

Ob in der Großstadt oder in der Einsamkeit der Berge: Taiwaner besuchen ihre Tempel gern und häufig Wohin man auch kommt.. Hier werden Räucherstäbchen und Geldscheine verbrannt sowie kleine Opfergaben dargebracht. Wer die bewegte Geschichte der Insel verstehen will, muss das alte kulturelle und religiöse Zentrum Tainan besuchen. Anders als in Taipeh ragen in der alten Hauptstadt nur wenige Wolkenkratzer in den Himmel, dafür findet man fast an jeder Ecke Tempel aus vergangenen Jahrhunderten. Über 300 sind es insgesamt, einer bunter als der andere. Zu den schönsten gehören der 1665 erbaute Konfuzius-Tempel und der Luermen-Mazu-Tempel: Im Tempel der Schutzgöttin der Seefahrer kann man sich in traditioneller Kulisse fotografieren lassen.

Foto: Taiwan Tourismusbüro

Eine wahre Schatzkammer ist das Nationale Palastmuseum in Taipeh: Nirgendwo sonst gibt es eine derart umfangreiche und kostbare Ausstellung chinesischen Kunsthandwerks aus 8000 Jahren Geschichte. In dem täglich geöffneten Museum und dem angrenzenden Zhishan-Garten können Kunst- und Kulturliebhaber gut und gerne zwei Tage verbringen. Gut zu wissen: Aus Platzgründen ist nur ein kleiner Teil der rund 650.000 Exponate dauerhaft ausgestellt. Der Rest der Sammlung ist in einem Berg archiviert und wird regelmäßig ausgetauscht.

Gute Gründe zum Feiern
Auf dem prall gefüllten Festivalkalender stehen zum Beispiel Drachenbootfeste, das Chinesische Neujahr (2026 am 17. Februar), das internationale Ballonfestival (05. Juli-21. August 2025) oder das Mondfest (06. Oktober 2025), bei dem Familien zusammenkommen und Mondkuchen essen. Und jedes Jahr im Februar findet an einem anderen Ort das Taiwan Lantern Festival statt, 2026 in Chiayi.
Foto: Taiwan Tourismusbüro

Unendliche Geschmackserlebnisse

Die einzigartige Küche Taiwans wurde von China, Japan, Korea und anderen südostasiatischen Ländern beeinflusst. Ein wunderbares Stück Alltagskultur sind die traditionellen Nachtmärkte, die in jeder Stadt (allein Taipeh hat 14!) zu finden sind: bunt, laut und lebendig sind sie und eine typische Art der Locals, den Abend zu verbringen – und zu schlemmen. Fast jede Region hat ihre eigenen, unverwechselbaren Spezialitäten, die in kleinen Garküchen vor den Augen der Besucher zubereitet werden: von Stinky Tofu und gedämpften Teigtaschen über Beef Noodles und Austernpfannkuchen bis hin zu Bubble Tea.

Foto: Taiwan Tourismusbüro

Taiwans Nationalgetränk ist Tee. Auf den sattgrünen Plantagen am Alishan oder in der Maokong-Region nahe Taipeh wächst eine der besten Teesorten der Welt: der berühmte Oolong-Tee. Taiwans Höhenlage und das feuchte Klima bieten ideale Anbaubedingungen. Tipp: Taiwans traditionelle Teehäuser sind Oasen der Ruhe, oft mit tropischen Pflanzen und Teichen angelegt. Hier können Urlauber den faszinierenden Brauch des Teetrinkens und der Teezubereitung hautnah erleben und erlernen.

Schon gewusst?
Der insbesondere bei jungen Leuten beliebte Bubble Tea (auch als Pearl Milk Tea bekannt) hat auf der Insel seinen Ursprung. Basis für das erfrischende Getränk mit Tapioka-Kügelchen ist gesüßter grüner oder schwarzer Tee und Milch.

Reise in die Vergangenheit

Taiwans alte Handwerkskunst lässt sich am stimmungsvollsten in kleineren Städten wie der alten Hafenstadt Lukang südlich von Taipeh an der Westküste bewundern. Bunte Märkte, geduckte Häuser mit kunstvoll geschnitzten Türrahmen und archaisch anmutende Handwerksbetriebe versprühen den fernöstlichen Charme längst vergangener Tage. Schreiner, Lampion- und Schirmmacher, Schnitzer, Töpfer, Schmiede und Teppichknüpfer gehen in ihren von außen einsehbaren Werkstätten ihrer Arbeit nach.

Die 16 indigenen Gemeinschaften Taiwans haben ihre Wurzeln in der Südsee und leben heute vor allem an der Ostküste in Bergdörfern. Bei Tagesausflügen kann man die Kultur, Bräuche und Lebensart der Ureinwohnerstämme hautnah erleben – am besten bei einem Stammesfest mit bunten Kostümen, Gesang und Tanz.

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