Visit Britain

„Inder ändern rasch ihre Meinung“

Beschwerden von Deutschen muss man schnell nachkommen, Chinesen haben Angst vor Geistern – Visit Britain gibt Hoteliers Tipps, wie sie sich auf Ausländer einstellen sollen.

von Michael Krane,
Wen haben wir denn da? Visit Britain gibt Tipps für den Umgang mit ausländischen Gästen.
Foto: Jupiterimages

Wenn Ausländer Großbritannien besuchen, gibt es im interkulturellen Austausch offensichtlich größere Probleme als bislang angenommen. Jedenfalls hat Visit Britain, die für die touristische Auslandswerbung zuständig ist, einen Katalog mit Empfehlungen für Hoteliers und andere touristische Branchen herausgegeben.

Russen etwa werden darin als kalt und verschlossen bezeichnet, und es komme schon mal vor, dass die Gäste mehr ausgeben, als sie sich leisten können. Außerdem: Zu kurze Betten und zu niedrige Räumen können Russen, von Natur aus eher groß gewachsen, wie es in dem Handbuch heißt, überhaupt nicht leiden. Viel könne man gut machen, wenn man sich an die Regel halte: Dunkles Brot und mindestens drei Mahlzeiten pro Tag servieren.

Auch Deutsche und Österreicher kommen nicht gut weg: Ihren Beschwerden möge man doch bitte rasch nachkommen, ansonsten könne es unangenehm werden.

Feinfühligkeit ist bei Chinesen angesagt. Sie fürchten sich generell vor Geistern und sehen in Himmelbetten eine Gefahr. Auch die Verpflegung ist problematisch: Mit einem Filet auf dem Teller können sie gar nichts anfangen. Außerdem möge man das Thema Geld strikt meiden.

Inder wechseln häufig ihre Meinung, stellt Visit Britain fest. Einzige Ausnahme: Sobald sie in Verhandlungen eine Chance sehen, ein Schnäppchen zu machen, sind sie ungeahnt zielstrebig. Nicht zu vergessen: Sie sind keine guten Autofahrer.

Bei Australiern müssen sich die Gastgeber auf Sarkasmus und Intoleranz einstellen. Trinkgelder seien nicht zu erwarten, es sei denn, der Service sei herausragend gewesen.

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