Korruption

dfv lädt zum 2. Compliance Day

Die Premierenveranstaltung war ein voller Erfolg: 42 Veranstaltungsplaner informierten sich darüber, was heute noch „compliant“ ist und was nicht. Nun gibt es die Fortsetzung.

Das Thema Compliance verunsichert die Mice-Branche. Zu Unrecht!
Foto: DFV

Darf ich meinen Geschäftspartner zum Essen einladen? Und was darf es kosten? Und ab wann kommt der Staatsanwalt? Um diese und andere Fragen ging es beim ersten Compliance Day des Deutschen Fachverlags (dfv) – „ein Novum für unser Veranstaltungsmagazin tw tagungswirtschaft und die Redaktion“, wie Verlagsleiter Mark A. Cano betonte, und ein gelungener Auftakt der Seminarreihe. 42 Veranstaltungsplaner waren zum Workshop ins Ramada Hotel Frankfurt Messe gereist, um mehr zu lernen über den schmalen Grat zwischen Kontaktpflege und Korruption und um gut gerüstet zu sein für die anschließenden Prüfungsfragen zur Zertifizierung. Die tw erscheint wie fvw und BizTravel im Deutschen Fachverlag.

Längst ist das Thema Compliance virulent in der Veranstaltungsbranche. Eine aktuelle Umfrage des Branchenverbandes Famab brachte laut Referent Gerhard Bleile „ein erschreckendes Ergebnis“: Ein Drittel der Verbandsmitglieder berichtet darin von rückläufigem Geschäft, jeder Fünfte von einem Umsatzrückgang und weniger Gästen bei Events. „Bei vielen Unternehmen gilt die Losung ‚Wir machen erstmal gar nichts, bevor wir etwas Falsches machen’“, so Bleile in seinem Überblicksvortrag. Eine unnötige Vorsichtsmaßnahme, wie der erfahrene Veranstaltungsplaner und Chef von Bleile Management findet. „Sie dürfen fast alles, Sie müssen es nur dokumentieren und transparent sein“, so sein Fazit.

Wie das in der Praxis funktioniert, erklärte Compliance-Berater Michael Grusa: Niemals Referenten verpflichten oder den Geschäftspartner zum Essen einladen, wenn man gleichzeitig bei dessen Firma für einen Auftrag pitcht, immer eine Genehmigung des Vorgesetzten oder Dienstherren einholen und bei Fachtagungen Ehe- und andere Partner zu Hause lassen oder nur als Selbstzahler mitnehmen. Aber das Allerwichtigste: „Die Compliance-Richtlinien des Kunden-Unternehmens sind Ihr Gebetbuch, danach müssen Sie sich unbedingt richten“, mahnte der Jurist, der einst die Anti-Korruptionsrichtlinien der Pharma-Industrie, die Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA), mit erarbeitet hat.

Die nächsten Compliance Days finden am 29. Oktober in Frankfurt im Mövenpick Hotel Frankfurt City und am 5. November im Airport Marriott Hotel in München statt. Anmeldung und nähere Informationen siehe Link unten.

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