Ferienhaus-Studie

Zielgruppen im Wandel

Zum neunten Mal hat Fewo-Direkt den Markt von Ferienhäusern und -wohnungen untersucht. Von den 20 Mrd. Euro Umsatz in Europa werden rund ein Drittel in Deutschland generiert.

von Martina Feyerherd,
Auch Kurzurlaube, etwa in Autozielen wie dem Bayerischen Wald, sind stärker gefragt.
Foto: FewoDirekt

Ferienhaus-Urlaub hat sich von einem Nischenmarkt zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt, mit mehr als 20 Mrd. Euro Umsatz auf dem europäischen Ferienhaus-Markt. Wobei Deutschland mit einem Umsatz von 6,2 Mrd. Euro an erster Stelle liegt, vor Großbritannien (5,4 Mrd. Euro) und Frankreich (4,4 Mrd. Euro). Mit 1,5 Mill. vermittelten Gästen und einem generierten Umsatz in Höhe von 817 Mill. Euro sieht sich Home Away, zu denen seit 2005 auch Fewo-Direkt gehört, in einer Liga mit den Top-Reiseveranstaltern Deutschlands.

An der Online-Studie, die Fewo-Direkt bereits zum neunten Mal durchführte, nahmen über den Jahreswechsel, vom 6. Dezember 2013 bis 6. Januar 2014, 7047 Ferienhaus-Urlauber teil. Fünf Schlüsseltrends zeichnen sich ab:

  • Neue Zielgruppen: Zum ersten Mal liegen Familien und Paare nahezu gleich auf, und insbesondere der Anteil älterer Paare steigt. Zählte die Studie 2010 noch 52,9 Prozent bei Familien, sind es 2013 nur noch 42,8 Prozent. Der Anteil der Paare stieg hingegen von 30,4 auf 42,1 Prozent. Außerdem sind inzwischen 7,4 Prozent aller Familienurlaube Mehr-Generationen-Aufenthalte. Als Konsequenz steigt die Nachfrage nach Objekten mit mehr als 100 Quadratmetern an. Auch Städtereisende buchen verstärkt Ferienwohnungen statt Hotels (38,9 Prozent, ein Plus von 8,2 Prozentpunkte zum Vorjahr).
  • Steigende Einkommen: Das Haushaltsnettoeinkommen der Ferienhaus-Bucher steigt, genau wie das Bildungsniveau. Die qualitativ immer hochwertigeren Objekte ziehen einkommensstarke Zielgruppen vermehrt an. Ein Viertel verfügt über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von durchschnittlich mehr als 4000 Euro.
  • Mehr Reisen: 2012 buchten erstmals mehr als die Hälfte der Befragten mehr als einmal ein Ferienobjekt. Der Trend setzte sich 2013 fort: 64,5 Prozent haben mehrmals gebucht, vor allem den Haupturlaub und einen kürzeren Zweiturlaub. 2010 lag der Anteil der Mehrfachbucher erst bei 43,5 Prozent. Gleichzeitig stieg die Reisedauer von durchschnittlich 10,6 Tagen im Jahr 2010 auf 12,1 Tage im vergangenen Jahr. Auch gibt es einen Trend, immer frühzeitiger zu buchen.
  • Professionalisierung: Online-Portale haben dazu beigetragen, dass sich auch Privatvermieter professioneller präsentieren. Fragt man Urlauber, wie sich der Buchungsprozess in den vergangenen Jahren verändert hat, geben 93,6 Prozent an, dass sie jetzt mehr Infos zu den Objekten bekommen. Für 86,2 Prozente hat sich der Buchungsprozess vereinfacht, 85,3 Prozent loben eine bessere Auswahl.
  • Hotspots gefragt: Für hochwertige Objekte sind Ferienhaus-Urlauber bereit, mehr Geld auszugeben. In gefragten Zielgebieten wie Mallorca, an der Costa Blanca oder der Costa del Sol werden deutlich höhere Mieten in Kauf genommen. Wichtige Buchungskriterien sind die Nähe zu Meer und Wasser (65,1 Prozent), die landschaftliche Schönheit der Region (62,2 Prozent) und die Kombination aus Ruhe und Abwechslung (46,3 Prozent). Kostenaspekte sind nur noch für 38,9 Prozent der Befragten relevant.

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